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Energie
Der Energieverbrauch unserer Gesellschaft ist in den letzten Jahrzehnten überproportional gestiegen. Von 1970 bis 2000 stieg der Gesamtenergieverbrauch der Schweiz, gemäss Bundesamt für Statistik, um fast 46% an. Im gleichen Zeitraum wuchs die Bevölkerung um nur etwas mehr als 16%. Dieser Anstieg im Gesamtenergieverbrauch ist insbesondere eine Folge des wachsenden Verkehrsaufkommens.
Energie aus erneuerbaren Quellen und Energie-Effizienz zeigen den Weg in die Zukunft. Dank kontinuierlicher Umsetzung von Massnahmen zur Förderung erneuerbarer Energien, Steigerung der Energie-Effizienz und einer umweltfreundlichen Mobilität ist Winterthur seit 1999 offizielle Trägerin des Titels «Energiestadt» und seit Herbst 2007 ausgezeichnet mit dem «European Energy Award Gold».
Energie für alles 
Energie ist nicht gleich Energie 
Energie und unsere Zukunft 
Energiestadt Winterthur 
Energie bewegt Winterthur 
Energieversorgung in Winterthur 
Energiepolitische Ziele des Stadtrates 
Daten zum Thema Energie 
Ansprechpartner zum Thema Energie 
Energie für alles
Wir brauchen Energie überall, sei es um nicht im Dunklen zu sitzen, für die Heizung, für Warmwasser oder für den Computer, um unsere Wäsche zu waschen, um uns motorisiert fortzubewegen oder um unser Nachtessen zu kochen.
Jede Tätigkeit verlangt dabei nach verschiedenen Energien. Das Auto verlangt zum Beispiel nach Benzin, Diesel oder Erdgas; die Heizung verlangt nach Strom, Öl, Erdgas, Fernwärme oder Abwärme aus der Umwelt; die Waschmaschine nach Strom, ebenso die Stehlampe, die Stereoanlage oder der Rasierapparat.
Energie ist nicht gleich Energie
Doch Energie ist nicht gleich Energie! Die so genannten fossilen Energieträger wie beispielsweise Erdöl und Kohle benötigten Jahrtausende für ihre Entstehung. Diese können nicht in einer Zeitspanne, die menschlichen Massstäben entspricht, nachwachsen oder neu gebildet werden. Daher werden diese Rohstoffe als nichterneuerbare Energie bezeichnet.
Daneben gibt es Energieträger, die gar nicht erst nachwachsen oder sich regenerieren müssen. Hierzu zählen beispielsweise Sonne, Wind und Wasser. Holz oder brennbare Gase und Flüssigkeiten aus pflanzlichen Rohstoffen können bei umsichtiger Bewirtschaftung laufend nachwachsen. Diese Energiearten werden deshalb erneuerbare Energieträger genannt.
Zudem kann Abwärme genutzt werden, zum Beispiel aus der Luft, dem Boden, Grundwasser, aus industriellen Prozessen oder aus dem Abwasser.
Energie und unsere Zukunft
Energie spielt eine massgebliche Rolle für unsere zukünftige Lebensqualität. Zu einem grossen Teil bestimmen unser Energieverbrauch und die Art des verwendeten Energieträgers die Veränderungen unserer Umwelt und unseres Klimas, aber auch unsere volkswirtschaftliche Entwicklung und die Weltpolitik.
Um auch zukünftig eine gute Lebensqualität zu sichern gibt es eine Reihe energie- und klimapolitischer Ziele sowie das Postulat der Nachhaltigen Entwicklung . Für die Realisierung dieser Vorhaben hat der Bundesrat unter anderem das Programm EnergieSchweiz ins Leben gerufen. EnergieSchweiz ist ein Programm, welches die erneuerbaren Energien und den sparsamen Energieverbrauch fördert. Da ein solches Programm nur dank Zusammenarbeit Erfolg haben kann, haben sich zahlreiche Kantone, Gemeinden sowie Wirtschafts-, Umwelt- und Konsumenten-Verbände dem Programm angeschlossen. Auch Winterthur ist dabei!
Energiestadt Winterthur
Die Stadt Winterthur weist ein vorbildliches Energiemanagement auf und trägt daher seit 1999 den Titel «Energiestadt» , welchen sie vom Programm EnergieSchweiz für Gemeinden erhalten hat. Es ist keine einzelne Aktion, die Winterthur zu einer Energiestadt macht. Es ist die kontinuierliche und koordinierte Umsetzung von verschiedensten Massnahmen: Projekte wie beispielsweise die energetisch vorbildliche Sanierung des Hallenbades Geiselweid, die Förderung erneuerbarer Energien (zum Beispiel Solarstromanlage im Werkhof Schöntal), die Nutzung der Abwärme der Kehrichtverbrennungsanlage als Fernwärme, die städtische Energieberatung etc. Detaillierte Informationen finden Sie im: Auditbericht
Gold-Stadt
Für das Label «Energiestadt» müssen mindestens 50 Prozent der möglichen Massnahmen umgesetzt werden. Ab 75 Prozent erhält die Energiestadt den «European Energy Award GOLD», die höchste Auszeichnung für Energiestädte. Im Herbst 2007 hat Winterthur in der Bewertung des «Trägervereins Energiestadt» 76.9 Prozent der möglichen Punkte erreicht und erhielt damit den «European Energy Award GOLD». Gemeinden, die das Gold-Label tragen, sind europaweit Spitze in der Förderung erneuerbarer Energien, in Bestrebungen zur Senkung des CO2-Ausstosses und zahlreicher weiterer energiepolitischer Massnahmen. In der Schweiz gibt es nur gerade 10 Gemeinden, die den «European Energy Award GOLD» tragen – Winterthur belegt hinter Neuenburg, Lausanne, Schaffhausen, Zürich, Delsberg und Riehen den 7. Rang der Schweizer Goldstädte, im internationalen Vergleich den 13. Mit fast 77 Prozent der umgesetzten Massnahmen verbesserte sich Winterthur gegenüber der Zertifizierung vor drei Jahren um über 10 Prozent. Dies ist das Resultat des vorbildlichen Energiemanagements, das von der Stadt betrieben wird. Der Stadtrat hatte dafür in seinen Legislaturzielen 2006 bis 2010 die entsprechenden Schwerpunkte gesetzt. Detaillierte Informationen finden Sie im Auditbericht 2007 .
Energie-Effizienz für KMU: KMU-Modell
Das Programm für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit dem Ziel, den Energie- und Ressourcenverbrauch der KMU zu optimieren, Kosten zu sparen und den CO2-Ausstoss zu reduzieren geht per 1. Januar 2009 in die Obhut von Stadtwerk Winterthur .
Energiesparwochen der Stadtverwaltung
Umwelt- und Gesundheitsschutz hat federführend vom 30. Oktober bis 12. November 2006 das Projekt «Energiesparwochen der Stadtverwaltung» durchgeführt. Ein Kernteam, zusammengesetzt aus wichtigen Vertretern von städtischen Fachstellen, hat mit energiegeladenen Ideen verschiedene Energie-Tipps ausgearbeitet. Während den zwei Wochen haben die Mitarbeitenden die Tipps umgesetzt. In fünf Gebäuden konnten in Zusammenarbeit mit Stadtwerk Winterthur Energie-Einsparungen von fünf bis zehn Prozent nachgewiesen werden.
Energie bewegt Winterthur
Energie bewegt Winterthur - Wirtschaftscluster Energie Region Winterthur
'Energie bewegt Winterthur' ist:
… Plattform für Unternehmen mit Kompetenzen im Bereich Energie
… ein Informationsnetzwerk
… Koordinationsstelle für Aktivitäten im Bereich Energie und nachhaltige Entwicklung
… Förderer des Austauschs zwischen Hochschule, Privatwirtschaft und öffentlicher Hand
Der Verein energie bewegt winterthur bezweckt die Förderung eines vitalen, zukunftsweisenden Wirtschaftsclusters Energie in der Region Winterthur und ist damit wichtiger Baustein für die nachhaltige Entwicklung der Stadt und Region Winterthur. Der Verein wurde am 9. November 2009 im Technopark Winterthur gegründet.
Aktionswoche 2009: Energie bewegt Winterthur
Zum zweiten Mal findet die Aktionswoche „energie bewegt Winterthur“ statt. Lassen Sie sich von den vielen kostenlosen Events und Fachveranstaltungen begeistern, informieren und animieren, welche vom Dienstag 15. bis Samstag 19. September 2009 in Winterthur stattfinden.
Verschiedene Veranstaltende zeigen, wo und wie Energie noch effizienter eingesetzt werden kann und welches die Chancen von erneuerbaren Energien sind. Wissenswertes wird auch unterhaltend vermittelt: Filmabend mit DVD-Verteilung , Comiczelt 'Mein Schweinehund und das Klima' , Prominenten-Statements zum Klima .
Als Auftakt präsentiert der internationale Club of Rome zusammen mit der ZHAW School of Engineering am 15. September den Vortrag von Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker 'Faktor fünf. Eine mutige, aber realistische «Roadmap» auf dem Weg zur nachhaltigen Entwicklung'. In der Klimawerkstatt erfahren Sie, wie schnell sich unser Planet erhitzt, die Konsequenzen daraus und mit welchen Massnahmen die Stadt Winterthur die Problematik angeht.
Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer erfahren an der Informationsveranstaltung 'Jetzt – energetisch modernisieren' Wissenswertes über Vorgehen und Finanzierung. Für das Fachpublikum und interessierte Private bietet die Blue-Tech, der Marktplatz für effiziente Energielösungen , vom 17. bis 19. September eine dreitägige Fachtagung (Anmeldung erforderlich), eine Ausstellung sowie viele Events und Rahmenveranstaltungen. Die Schweizer Klimafahne liegt am Stand von Umwelt- und Gesundheitsschutz für Unterschriften der Winterthurerinnen und Winterthurer bereit.
So macht Energie sparen Spass: Übersicht Aktionswoche „energie bewegt Winterthur“
Aktionswoche 2008: Energie bewegt Winterthur
Vom 17. bis 20. September 2008 steht in Winterthur alles im Zeichen von effizienter und erneuerbarer Energie. An verschiedenen Orten in der Altstadt erfährt man, mit welchem Verkehrsmittel man sich clevermobil fortbewegt. Am Mittwochabend, 17. September 2008, laden die Stadt Winterthur, die School of Engineering der ZHAW und die Klimaschutzorganisation myblueplanet im Casinotheater zu einer Klimawerkstatt ein. Am Donnerstag und Freitag präsentiert Blue-Tech – Marktplatz für effiziente Energielösungen – auf dem Areal des Technoparks mit einer Ausstellung und Fachtagung die neusten Trends und Potentiale effizienter und erneuerbarer Energien. Die ZHAW lädt am Freitagmittag zu Kurzvorträgen über energieeffiziente Konstruktionen und Antriebe ein. Am Freitag und Samstag schliesslich können Interessierte vor dem Technikum verbrauchs- und emissionsarme Autos Probe fahren.
Eingerahmt wird die Aktionswoche von der Eisblockwette, die am 4. September beim Musikpavillon startet und sichtbar macht, welche Möglichkeiten zur Energieeinsparung in optimal gedämmten Gebäuden stecken.
Energieversorgung in Winterthur
Die Energieversorgung in Winterthur liegt hauptsächlich in den Händen von Stadtwerk Winterthur . Egal ob es um die Versorgung mit Elektrizität, Erdgas oder Fernwärme geht, Stadtwerk Winterthur stellt Ihnen alles zur Verfügung. Daten zur Energieversorgung finden Sie hier: Daten zur Energie .
Ökostrom
Bei Stadtwerk Winterthur können Sie wählen, welche Art von Strom Sie wollen! Mit dem Gütesiegel «naturmade star» erhalten Sie Ökostrom aus zuverlässiger Quelle. Damit fördern Sie die umweltgerechte, regionale Energieproduktion, unterstützen neue Technologien und erhöhen die Lebensqualität durch Ihren ganz persönlichen Beitrag.
Erdgas
Auch wenn Erdgas zu den nichterneuerbaren Energien zählt, so ist es doch die umweltfreundlichste dieser Energien. Es verbrennt weitgehend ohne Rückstände und emittiert bei der Verbrennung pro Energieeinheit weniger CO2 als Erdöl. Sie können es für Erdgasautos als Treibstoff verwenden, zum Heizen oder Kochen.
Fernwärme
Stadtwerk Winterthur kann Ihnen auch Fernwärme aus der Kehrichtverbrennung liefern.
Energiepolitische Ziele des Stadtrates
Das Energiekonzept
Das Energiekonzept 2000 enthält die energiepolitischen Ziele des Stadtrates. Die Energie-Effizienz soll gesteigert, die Emissionen von CO2 als Beitrag zum Klimaschutz gesenkt werden. Bei Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum soll der Energieverbrauch pro Kopf oder pro Wertschöpfung also sinken.
Die Hauptziele für die einzelnen Bereiche sind:
(1) Private Haushalte: Senkung des Energieverbrauchs pro Einwohner
(2) Wirtschaft: Senkung des Energieverbrauchs pro Produkt oder Dienstleistung
(3) Verkehr: Senkung des spezifischen Treibstoffverbrauchs
(4) Öffentliche Hand: Senkung des Energieverbrauchs von Gebäuden
Um diese Ziele zu erreichen, besteht zusätzlich ein Aktivitätenprogramm, welches die Massnahmen der Stadtverwaltung enthält. Die erfolgten und die geplanten Aktivitäten richten sich an private Haushalte, an die Wirtschaft, den Verkehr und an die öffentliche Hand. Alleine kann die Stadtverwaltung die gesteckten Ziele nicht erreichen. Wo immer möglich, erfolgt die Umsetzung daher mit Partnern aus Wirtschaft, Bund, Kantonen oder Umweltverbänden.
Beispiele
Bei erfolgreicher Durchführung soll die Bilanz im Jahre 2020 wie folgt aussehen:
(1) Steigerung Energieeffizienz gegenüber dem Jahr 2000 um 20%
(2) Energieversorgung ist sicher, breit gefächert und wirtschaftlich
(3) Energieholzpotenzial des Stadtwaldes ist ausgeschöpft
(4) Winterthur ist ein erfolgreicher Wirtschaftsstandort mit hoher Lebensqualität
Daten zum Thema Energie
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